Facebook Marketing – Wie nutze ich Facebook Ads?
Werbung muss nicht teuer und kompliziert sein. Mit dem Tool Facebook-Ads können ganz leicht zielgruppengerechte Anzeigen auf Facebook geschaltet werden. Damit Dir die Handhabung leicht fällt, haben wir die wichtigsten Schritte zusammengefasst.
Vorbereitung
Vor dem eigentlichen Erstellen einer Anzeige solltest Du Dir Gedanken über Deine Ziele machen. Das hilft Dir später bei der Gestaltung und Schaltung der Werbeanzeige. Je genauer Du Deine Ziele und Deine Zielgruppe kennst, desto zielgerichteter kannst Du werben.
Was möchtest Du mit Deiner Anzeige erreichen? Möchtest Du Bücher verkaufen, Interesse für Dich als Autor wecken oder Deine Facebook-Seite bekannter machen?
Facebook gibt Dir mehrere Optionen, Werbung zu schalten. Du musst für jeden Fall neu entscheiden, welche Option für Dein Ziel das Richtige ist:
- Für externe Seiten, wie Deine eigene Website („Suche“ bzw. „Domains“)
- Für von Dir administrierte Fan-Seiten („Seiten und Orte“)
- Für Posts auf von Dir administrierten Fan-Seiten („Seiten und Orte“)
- Für Anwendungen (z.B. individuelle Tabs Deiner Fanseite)
Wie ist Deine Zielgruppe zusammengesetzt? Auf welchen Seiten und in welchen Gruppen sind Deine Leser bei Facebook aktiv? Was interessiert sie darüber hinaus?
Facebook gibt Dir viele Möglichkeiten, Deine Anzeigen auszurichten. Hier ein kleiner Auszug:
- Ort (Land, Stadt) – wenn Du eine Lesung bewerben möchtest, eine Ortschronik oder einen ortsbezogenen Roman geschrieben hast.
- Alter und Geschlecht – wenn Deine Leser eher einem bestimmten Geschlecht angehören, z.B. Liebesromanen vs. Fachbüchern.
- Interessen und “Gefällt mir” Angaben – wenn Dein Schreibstil dem eines bekannten Autors ähnelt oder Du ein Sach- oder Fachbuch geschrieben hast, welches auf ein bestimmtes Fachpublikum abzielt. Möglich ist hier auch, einfach auf „Leseratten“ abzuzielen.
- Bereits bestehende direkte Verbindung mit Deiner Fanpage oder Website– wenn Du z.B. eine Lesung oder eine Neuveröffentlichung bei Deinen Fans ankündigen möchtest.
- Schulabschluss inkl. genauer Auswahl der Hochschule – wenn Du ein Sach-/Fachbuch geschrieben hast, das einen bestimmten Bildungsstand erfordert, oder wenn Du gezielt Schüler/Studenten erreichen möchtest.
- Arbeitsplatz – wenn Du ein Fachbuch geschrieben hast, das eine bestimmte berufliche Zielgruppe interessieren könnte.
Gestaltung der Facebook Werbeanzeige
Jede Anzeige besteht aus einem Titel (25 Zeichen), einem Textbereich (90 Zeichen) und einem Bild (110 x 80 Pixel). Diese solltest Du möglichst effektiv nutzen. Grundsätzlich gilt, den Zeichenvorrat komplett auszunutzen (siehe Abbildung).
Text und Bild der Anzeige anlegen
Achte auf eine zielgruppengerechte Ansprache und Formulierung des Textes. Wer sind Deine Kunden? Duzen oder Siezen? Was interessiert sie am meisten an dem Produkt? Die Texte müssen verständlich formuliert sein, damit die Kunden sofort erkennen, wo ihr Nutzen liegt. Oft eignet sich dafür auch ein Handlungsaufruf (sog. Call-to-Action: „Jetzt kaufen!“, „Hier klicken!“, usw.), sowohl in der Überschrift als auch im Text. Zusammen mit Sonderzeichen fallen Deine Handlungsaufrufe stärker auf:
Auch das Bild sollte zur Zielgruppe passen. Besonders wichtig dabei ist, dass es nicht zu überladen ist. Da die Darstellung relativ klein ist, solltest Du darauf achten, dass alles gut erkennbar ist. Sehr gut funktionieren Gesichter, aber auch hier solltest Du bedenken, dass es nicht nur auf die Klickrate, sondern auf die Handlung danach ankommt. Du kannst entweder ein von Facebook vorgeschlagenes Bild verwenden oder ein eigenes Bild hochladen.
Zielgruppe festlegen
Wie bereits erwähnt, ist das Wissen über die Zielgruppe unerlässlich, um zielgerichtet werben zu können. Facebook bietet dafür verschiedenen Kategorien an, um die Millionen von Nutzern einzuschränken. Je mehr einschränkende Bedingungen Du angibst, umso kleiner wird Deine Reichweite, aber die Anzahl an qualitativen Kontakten erhöht sich. Das wiederum beeinflusst die Klickrate Deiner Anzeige und auch die Kosten.
Je spezifischer Deine Anzeige auf Deine Zielgruppe ausgerichtet ist, umso höher ist die Klickrate und umso weniger bezahlst Du pro Klick. Sei aber vorsichtig: Es geht nicht nur darum, dass viele User die Anzeige anklicken, sondern dass auf dieser Basis tatsächlich eine Aktion stattfindet (z.B. der Buchkauf, „Gefällt mir“ Angabe etc.). Du solltest daher in Deiner Anzeige nichts versprechen, was der Inhalt dahinter nicht halten kann.
Bei allgemein ausgerichteten Anzeigen empfiehlt es sich, Deine Zielgruppe nach Alter und Geschlecht zu segmentieren, um die verschiedenen Teilzielgruppen und den jeweiligen Anzeigenerfolg vergleichen zu können. Dafür erstellst Du Anzeigen, die nur auf junge/alte Männer bzw. junge/alte Frauen ausgerichtet sind. Genau das Gleiche kannst Du mit anderen Einschränkungsmerkmalen, wie Bildungsstand, Ort etc., machen. Damit Du die Ergebnisse danach noch gut auswerten kannst, solltest Du nie mehr als zwei Einschränkungsmerkmale gleichzeitig variieren. Durch diese Taktik kannst Du Deine optimale Zielgruppe leicht identifizieren und durch Modifikation der ursprünglichen Anzeigen Deine Klickraten verbessern.
Budget festlegen
Nach der Fertigstellung der Anzeige können die Zahlungsmodalitäten und Laufzeiten individuell festgelegt werden. Am besten wählt man die Preisoption pro Klick aus. Das heißt, man zahlt nur für die Platzierung der Anzeige, wenn tatsächlich ein Nutzer darauf klickt. Die Höhe des Preises kann ebenfalls individuell festgelegt werden. Facebook schlägt dafür ein Gebot vor, welches aber nicht zwingend eingehalten werden muss.
Eine finanzielle Absicherung stellt das Tagesbudget dar. Außerdem kann die Laufzeit beschränkt werden, allerdings sollte diese nicht zu kurz sein. Der Erfolg einer Kampagne zeigt sich erst über einen gewissen Zeitverlauf.
Erfolg messen – Metriken kennen und bewerten
Den Erfolg Deiner Anzeigen solltest Du messen und entsprechend Deine Anzeigen pausieren oder modifizieren. Facebook stellt Dir dazu folgende Messwerte zur Verfügung:
Reichweite = Wie vielen Personen Deine Anzeige angezeigt wurde. Vorsicht: Das heißt nicht, dass sie die Anzeige auch wahrgenommen haben. Viele Internetuser sind „anzeigenblind“ und nehmen Werbung gar nicht mehr wahr.
Häufigkeit = Wie häufig Deine Anzeige durchschnittlich jeder Person gezeigt wurde.
Soziale Reichweite = Wie viele Personen eine Deiner Anzeigen zusammen mit einer „Gefällt mir“-Angabe einer ihrer Freunde gesehen haben (bezieht sich nur auf sog. „Sponsored Ads“ und Anzeigen, die Deine Fanseite bewerben).
Handlungen = Anzahl der „Gefällt mir“-Angaben, die innerhalb von 24 Stunden nach Ansicht Deiner Anzeige bzw. 28 Tage nach Klick auf die Anzeige hervorgerufen wurden.
Klicks = Anzahl der Klicks und „Gefällt mir“-Angaben auf Deine Anzeige.
CTR („Click-Through-Rate“) = Anzahl der Klicks geteilt durch die Anzahl der Impressionen (Wie häufig die Anzeige tatsächlich angezeigt wurde, also Reichweite x Häufigkeit).
Im Fokus Deiner Optimierung sollten die Anzahl der Klicks, die Anzahl der Handlungen und die CTR stehen. Je besser Deine CTR ist, umso weniger bezahlst Du pro Klick auf Deine Anzeige. Das wiederum erreichst Du nur durch eine zielgruppengenaue Ausrichtung Deiner Anzeige.
Fazit
Ausprobieren! Facebook Ads lebt von Deinen Erfahrungen. Niemand kann vorher garantieren, dass eine bestimmte Anzeige funktioniert. Aus diesem Grund bietet es sich an, verschiedene Variationen mit unterschiedlichen Texten und Bildern zu schalten und die Klickraten zu vergleichen. Dafür sind keine hohen Gebote nötig, man kann auch klein anfangen. Um grundsätzlich gut gestaltete und strukturierte Anzeigen zu erstellen, ist es unerlässlich, möglichst viel über die angestrebte Zielgruppe zu wissen. Nicht zuletzt sollte man etwas Geduld besitzen. Lass die Anzeige ein paar Tage laufen und verfolge die Klickraten. Der Erfolg zeigt sich meist mit der Zeit.
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