Fünf Tipps für effektives Selbstmanagement
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ sagt Hermann Hesse, doch manchmal ist es schwierig, Projekte zu beenden. Wir liefern Euch Tipps und Tricks, Eure Buchprojekte rechtzeitig vor derneuebuchpreis.de abzuschließen.
Jeder kennt das aus seiner eigenen Schul- und Studienzeit. Wenn man mit dem Schreiben einer Hausarbeit beginnt, sind plötzlich viele Dinge wichtiger. Klassiker sind zum Beispiel: putzen, aufräumen, Nägel lackieren, Rasen mähen usw.
Was kann man tun, um seinen Schreibprozess zu optimieren?
1. Setz Dir Ziele und belohne Dich
Beim Schreiben fehlt vielen Autoren die unmittelbare Dringlichkeit. Die morgige Deadline, der Redaktionsschluss, das sind Fristen, die von außen festgesetzt werden und an die man sich halten muss. Um diese Dringlichkeit zu schaffen, muss jeder Autor einen Weg finden, seine Zeit einzuteilen und Termine einzuhalten. Möglich sind Vereinbarungen mit Freunden oder Familie, aber auch Absprachen in Autoren-Communities oder ein Zeitplan im eigenen Buch-Blog.
Sinnvoll ist es, sich Zwischenziele wie eine Mindestanzahl an Wörtern zu setzen, die man im Idealfall täglich erreichen kann. James Joyce schrieb an einem guten Tag 3 Sätze, Stephen King dagegen 10 Seiten. Da es manchmal nicht so leicht ist, sich zu motivieren, kann man sich praktische Hilfsmittel suchen. Mit der Software „Write or Die“ kann man entweder die Anzahl an Wörtern oder an Minuten bestimmen, die man ohne Unterbrechung schreiben möchte. Sollte man doch eine Pause machen, schaltet sich die Software ein und motiviert den Autor auf ganz individuelle Weise zum Weiterschreiben.
Erhalte Dir Deine Motivation, indem Du geschaffte Ziele feierst und Dich entsprechend belohnst. Auch Zwischenziele können belohnt werden. Vielleicht mit einem leckeren Stück Kuchen oder einem entspannenden Spaziergang?
2. Finde Deine Schreibzeit
Ein Autor schreibt am liebsten in aller Herrgottsfrühe, bevor die Welt erwacht. Ein anderer schreibt bis spät in die Nacht hinein. Ein dritter schreibt von 15 bis 17 Uhr. Wichtig ist, seine eigene produktive Hochphase zu finden und diese konsequent zu nutzen. Beobachte Dich über einen Zeitraum von 10 Tagen selbst und notiere Dir für jede Stunde Motivation und Leistungsfähigkeit. So kannst Du leicht die Zeiten finden, an denen Du am produktivsten und kreativsten bist.
Mehr Informationen zur Leistungskurve und wie Du diese optimal nutzen kannst, findest Du zum Beispiel hier: http://www.anleiten.de/selbstorganisation/leistungskurve.html
3. Finde Orte der Ruhe und der Inspiration
Schreiben ist für die meisten eine Berufung. Der Schreibprozess selbst sollte aber eher als Beruf betrachtet werden. Schaust Du im Büro fern? Checkst Du alle 5 Minuten Deinen Facebook-Account? Nein. Dann solltest Du das auch nicht tun, wenn Du gerade am Schreiben bist. Kreative Arbeit braucht Zeit, Ruhe und Konzentration.
Jeder hat seinen eigenen Ort der Ruhe und Konzentration: der Schreibtisch zu Hause, die Bibliothek oder das Lieblingscafé um die Ecke. Suchst Du mehr die Nähe der Natur, dann ist vielleicht eine idyllische Parkbank für Dich am besten geeignet.
Auf die gleiche Weise solltest Du Dir Orte der Inspiration suchen. Besuche Ausstellungen, Theaterstücke, beobachte Leute im Café oder am Bahnhof. Suche Dir regelmäßig Aktivitäten, die Du noch nie gemacht hast. Auf diese Weise erweiterst Du nicht nur Deinen Erfahrungsschatz, sondern bereicherst auch Deine Fantasie. Vergiss dabei Dein Notizbuch nicht – vielleicht kommt Dir genau dann der passende Gedanke für Deine Geschichte.
4. Mach es nicht allein
Auch wenn jeder Autor beim Schreiben auf sich gestellt ist, muss man deswegen nicht alleine sein.
Feedback, Lob und Kritik aus der Familie oder dem Freundeskreis bringen einen auf neue Ideen. Besonders der Austausch mit Autorenkollegen, die zum Beispiel schon einmal eine Schreibblockade erlebt und überwunden haben, kann sehr bereichernd sein.
Offen zu bleiben und Hilfe anzunehmen, ist auch beim Schreiben immens wichtig. So entdeckt man Inspirationsquellen, die man sonst möglicherweise übersehen hätte.
5. Hab keine Angst vor dem Ende
Jeder Autor ist sich der Tatsache bewusst, dass das Ende die letzte Gelegenheit ist, beim Leser einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Gerade deshalb wird diesem besonders viel Beachtung und Zeit geschenkt. Irgendwann muss aber jedes Buch ein Ende finden. Halte Deinen Perfektionismus im Zaum und vertrau Deinen Test-Lesern, wenn sie sagen, dass Dein Buch fertig ist. Wichtig ist dann vor allem, dass Deine Leser nicht nur enge Freunde sind, denn diese sind Dir meist wohlgesonnen. Suche Dir kritische Leser, die sich nicht scheuen, Dir auch negatives Feedback zu geben. Nur so kann Deine Geschichte wirklich reifen.
Hast Du schon mit den Testlesern gearbeitet? War das hilfreich für Dich?
Literaturtipps
Stephen King – Das Leben und das Schreiben
Werner Tiki Küstenmacher – Simplify your Life: Einfacher und glücklicher leben
Lothar Seiwert – Noch mehr Zeit für das Wesentliche: Zeitmanagement neu entdecken
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- 5 Tipps für einen schönen Buchsatz
- Gastbeitrag von Thorsten Nesch zum Thema Selbstmanagement
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