10 Tipps zum Korrekturlesen

14. Juni 2012
By Sabine Geithner
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Ein professionelles Korrektorat ist Dir zu teuer? Wir zeigen Dir, wie Du mit einigen Tricks Deinen Text selbst Korrektur lesen kannst.

So machst Du mit etwas Fleiß und Konzentration Dein Buch fit für den mit 20.000€ dotierten Schreibwettbewerb derneuebuchpreis.de von epubli, Stiftung Lesen, ZEIT ONLINE und der Tagesspiegel.

1.) Nutze die Rechtschreibüberprüfung Deines Textbearbeitungsprogrammes
So simpel es klingen mag, wird es doch von vielen vergessen – die automatische Rechtschreib- und Grammatikprüfung. Sie hilft Dir, die auffälligsten Fehler zu finden.
2.) Drucke den gesamten Text aus
Korrekturlesen am Monitor ist wesentlich anstrengender und fehleranfälliger als am ausdruckten Manuskript. Der Ausdruck – vor allem wenn dieser in einer anderen Schriftart vorliegt – gibt Dir zusätzlich eine neue Perspektive und macht Dich aufmerksamer für Fehler.
3.) Nimm Dir einen Tag Abstand
Deinen Text solltest Du nicht sofort am Tag der Fertigstellung Korrektur lesen. Deine Gedanken brauchen mindestens einen Tag, um sich von Deinem Werk zu lösen. Nach einer schreibfreien Zeit fallen Dir Fehler eher auf, als wenn Du Dich sofort wieder an Deinen Text setzt.
4.) Plane Pausen ein
Kein Mensch kann sich ununterbrochen konzentrieren. Du solltest maximal 45 Minuten am Stück Korrekturlesen und dann 15 Minuten pausieren. So können sich Deine Augen wieder entspannen und Dein Gehirn wird wieder aufnahmefähig.
5.) Konzentriere Dich jeweils nur auf ein Problem
Beim Korrekturlesen solltest Du Dich pro Durchgang auf jeweils nur einen dieser Aspekte konzentrieren: Satzaufbau, Absatzstruktur, Wortwahl, Rechtschreibung, Punkt- und Kommasetzung. Gibt es einen bestimmten Fehler, der Dir immer wieder passiert? Fokussiere Dich beim Korrekturlesen darauf, genau diesen Fehler zu finden.
6.) Achte besonders auf gängige Fehler
Folgende Fehler treten besonders häufig auf: 

  • Wörter, die leicht verwechselt werden, wie “nein” und “kein”, “das” und “dass” oder “Sie” und “sie”.
  • Wörter, die gleich ausgesprochen, aber unterschiedlich geschrieben werden, wie “Leuten” und “läuten”, “seit” und “seid”, “Wände” und “Wende” oder “Ware” und “wahre”
  • Fehlende Buchstaben besonders in Vorsilben, wie „enlassen“ statt „entlassen“; „vegessen“ statt „vergessen“
  • Buchstabendreher, wie „shcön“ statt „schön“
  • Uneinheitliche Schreibweisen, wie „aufwändig“ und „aufwendig“, „Hot Dog“ und „Hotdog“, „Assessmentcenter“ und „Assessment-Center“
7.) Lies Deine Überschriften separat
Überschriften werden beim Korrekturlesen häufig übergangen. Konzentriere Dich bei einem Deiner Korrekturdurchgänge allein auf die Überschriften.
8.) Lies Deinen Text langsam und laut
Je langsamer Du die Sätze liest, umso eher fallen Dir Fehler auf. Am besten ist es, den Text laut zu lesen. Auf der einen Seite wird Deine Lesegeschwindigkeit reduziert. Auf der anderen Seite wirst Du so auf unstimmige Formulierungen, fehlende Worte, falsche Wortendungen aufmerksam. Ein guter Trick ist es, Deinen Text rückwärts zu lesen. Durch die umgekehrte Leserichtung geht der Zusammenhang der Wörter und Sätze verloren. So kannst Du Dich noch besser auf die einzelnen Wörter konzentrieren und Rechtschreibfehler leichter entdecken. Ein Lineal als Lesehilfe kann auch nützlich sein.
9.) Denke nicht darüber nach, was das Wort bedeutet
Wenn Du über die Bedeutung eines Wortes nachdenkst, verlierst Du die nötige Distanz und siehst, was Du sehen möchtest.
10.) Lies nicht allein Korrektur
Vier Augen sehen mehr als zwei. Das sollte auch das Motto Deiner Korrekturlesung sein. Gib Dein Werk jemandem zum Gegenlesen. Vielleicht fallen ihm Fehler auf, die Dir gar nicht bewusst oder bekannt waren.
Hilfsmittel / Literaturtipps: 

Erzähl uns von Deinen Erfahrungen!
Liest Du Deine Texte selbst Korrektur oder gibst Du sie Freunden oder sogar professionellen Korrektoren / Lektoren? Welche Tricks empfiehlst Du beim Korrekturlesen?
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