Sollten Autoren twittern?

2. Juni 2011
By Sophie
Twitter-Logo

Über Twittern "zwitschern"

Sollten Autoren twittern? Diese Frage beschäftigt vielleicht den ein oder anderen von Euch. Aus diesem Grund haben die epublizisten ein bisschen im Netz gestöbert und einen aufschlussreichen Beitrag von Betsy Lerner gefunden. Die erfolgreiche Literaturagentin gibt Antworten auf die Frage “Should I Tweet?”.

Die Frage nach dem Kerninhalt des eigenen Buches sei dabei entscheidend. Denn nur so kann man einschätzen, welche Personen, Institutionen und Organisationen für die Themen empfänglich sind und sich damit als Zielgruppe oder Multiplikator eignen. Nach dem Motto „Content is King“ sollten die Autoren immer darauf achten, nützliche und relevante Informationen zu übermitteln.

Was bedeutet das für das soziale Netzwerk Twitter?

Twitter ist ein sehr schnelllebiges Netzwerk, welches von 140 Zeichen-Nachrichten (Tweets) lebt. Die Nutzer folgen (follow) sich gegenseitig und werden deshalb auch als „Follower“ bezeichnet. Autoren haben die Möglichkeit bestehende und potentielle Leser sowie Buchhandlungen, Verlage und Journalisten über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und mit ihnen zu interagieren. Um erfolgreich und kompetent in dem Twitter-Netzwerk aufzutreten, gibt es einige Grundregeln, die beachtet werden sollten.

Zum einen sollten nur relevante Informationen verbreitet werden, die auch tatsächlich für die jeweilige Zielgruppe von Interesse sind. Aus diesem Grund eignen sich besonders aktuelle News, Eventtermine und spezielle Entwicklungen von Projekten. Auch allgemeine Informationen und Kommentare zur Branche sind nützlich. Macht Euch vorher bewusst was Ihr veröffentlicht und wen Ihr damit erreichen wollt. Damit läuft man nicht Gefahr, Teil der „Datenflut“ zu werden.

Es ist wichtig mit den Nutzern zu interagieren. Wenn man selbst anderen Usern folgt, erhöht sich die Chance selbst gefunden zu werden. Umso größer und verzweigter Dein Netzwerk ist desto mehr potentielle Interessenten wirst Du erreichen. Beachte aber, dass es nicht nur darum geht, die meisten „Follower“ zu haben, sondern auch wie qualitativ diese sind. Tausende von Nutzern nützen nichts, wenn sie nicht tatsächlich an Dir als Autor und Deinem Buch interessiert sind. Achte darauf, dass Du hauptsächlich mit Deiner relevanten Zielgruppe interagierst und deren Interessen abdeckst.

Aufgrund der Schnelllebigkeit ist es wichtig, dauerhaft aktiv zu sein. Umso länger die Pausen zwischen den einzelnen Tweets sind desto uninteressanter wird Dein Account für die „Follower“ sein. Hier heißt es am Ball bleiben. Dazu gehört auch eine regelmäßige Recherche zu aktuellen und interessanten Themen. Wenn Ihr selbst einmal keine Themen habt, ist es auch völlig in Ordnung die Tweets Eures Netzwerkes zu kommentieren oder Euch von anderen Nutzern inspirieren zu lassen.

Geduld ist eine Tugend – das trifft auch auf Twitter zu. Auch wenn es auf den ersten Blick paradox erscheint, sich in Geduld zu üben, wenn man in einem der kurzweiligsten Netzwerke agiert. Das erklärt sich allerdings mit dem Streben nach langfristigen Followern und loyalen Lesern. Es erfordert Zeit, um sich ein stabiles Netzwerk ohne starke Fluktuation aufzubauen. Das meint auch Betsy Lerner: Die Loyalität von Followern, Lesern und letztendlich Käufern ist unbezahlbar und sollte deshalb die oberste Priorität haben.

In 140 Zeichen steckt also doch mehr Arbeit als man anfangs vermutet. Deshalb nehmt Euch ein wenig Vorbereitungszeit, überlegt Euch über welche Themen Ihr schreiben wollt und macht Euch mit den Funktionalitäten des Netzwerkes vertraut. Lasst Euch nicht entmutigen, wenn nicht alles von Anfang an reibungslos klappt. Wie bei allen anderen sozialen Netzwerken auch, gilt es Erfahrungen zu sammeln, auszuprobieren und auch einmal in eine Sackgasse zu laufen. Nicht jedes Thema wird super bei den Followern ankommen, aber die Zeit wird Euch zeigen, was gut oder weniger gut funktioniert.

Die Antwort auf die Frage, ob Autoren twittern sollten, lautet demnach: Ja! (Solange sie relevante und nützliche Informationen zu twittern haben.) In diesem Sinne: Account anlegen und los geht’s!

 

Twitter Glossar

  • Tweet: Über Twitter versendete Kurznachricht (max. 140 Zeichen)
  • Twitter ID: Als Twitter ID wird der Name des je­wei­li­gen Benutzers bezeichnet (z.B. epublizisten).
  • follow: Das Verknüpfen mit den Tweets eines ande­ren Nutzers. Durch die Funktion wird man über neue Tweets des entsprechenden Nutzers informiert
  • Follower: Personen, welche die Tweets eines Nutzers lesen
  • @Antwort: um einem Benutzer direkt, z.B. auf einen zuvor gesendeten Tweet zu antworten, muss man zunächst dessen @Twitter ID nennen (z.B. @epubli).
  • DM: DM (Direct Message = direkte Nachricht) bezeichnet einen Tweet, der nur zwischen zwei Nutzern verschickt wird und nicht öffentlich einsehbar ist.
  • # Hashtag: Durch dieses Zeichen kann gezielt nach Tweets zu einem bestimmten Thema gesucht werden (z.B. #Autoren). Ferner eignet sich die Ver­wen­dung eines Hashtags in den eigenen Tweets, um von anderen Nutzern themenspezifisch gefunden zu werden.
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