epubli Autorin vorgestellt: “Der Burgenmörder” von Gabriela Hofer

3. September 2010
By Johannes Steger

Gabriela Hofer

Fahnder auf vier Pfoten

Die Schweizer Autorin Gabriela Hofer erzählt in Ihrem Kriminalroman „Der Burgenmörder“ die spannende Geschichte der Tierärztin Felicitas Moser, die mithilfe Ihrer vierbeinigen Freunde, der großherzigen Bulldogge Romeo und der feinen Pinscher Dame Moon einen mysteriösen Mordfall aufklärt. Im Interview erzählt sie über Inspiration, Arbeitstechniken und ihre Selbstvermarktungsstrategie.

Woher kam die Idee zu einem Kriminalroman?

Die Idee einen Kriminalroman zu schreiben kam mir eigentlich schon in jungen Jahren, doch wie es so ist, zuerst blieb es nur eine Idee. Erst nachdem ich meinen Fantasy-Roman für Jugendliche veröffentlicht hatte, fand ich auch den Mut eine Krimikomödie in Angriff zu nehmen. Lust eine Komödie von hier, also meinem Wohnort, zu schreiben, war schon während dem Schreiben des Jugendromans da. Aber wie sagt man so schön, immer langsam, eines nach dem anderen.

Woher nehmen Sie die Inspiration?

Das ist eine gute Frage. Keine Ahnung, ich liege nachts oft wach wegen meiner Muskelkrankheit und so wandern meine Gedanken hin und her. Dann kommen mir einfach so zwischendurch Ideen und aus diesen konstruiere ich dann eine Geschichte. Ich hatte auch früher in der Schule diese Bildergeschichten so gerne, wo man anhand von ein paar Bildchen sich eine Geschichte ausdenken muss.

Ihre Darsteller sind sehr fein gezeichnet. Haben Sie zu Beginn eine Übersicht gemacht oder entwickelten sich die unterschiedlichen Charaktere im Verlauf des Schreibens?
Was meine Charakteren betrifft, es ist schon so, dass ich anfangs grobe Charaktereigenschaften jeder Person zuordne, doch entwickeln sie sich im Verlauf
Des Romans immer weiter, wie wir es ja im wirklichen Leben auch tun. Auch wir verändern uns, respektive unsere Ansichten und Taten im Verlauf unseres Lebens. Handeln wir in jungen Jahren doch manchmal unüberlegt und spontan, ist es doch so, je älter wir werden, desto mehr überlegen wir unser Handeln und sind vorsichtiger.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder bekannte Personen in den Roman eingebaut?
Eigene Erfahrungen habe ich nicht eingebaut, ebenso nicht bekannte Personen.

Welcher Autorentyp sind Sie? Schreiben Sie einfach los oder skizzieren Sie die einzelnen Vorgänge vorher?
Vom Autorentyp her bin ich wahrscheinlich von beidem etwas. Vor dem Schreibbeginn  suche ich sicher mal nach geeigneten Orten und schaue darauf, dass diese auch existieren. Es soll authentisch sein. Auch ist mir wichtig, dass ich kriminalistisch korrekt vorgehe. Den Inhalt aber, resp. wie die Geschichte abläuft und endet, ist auch für mich spannend, denn ich entscheide immer wieder neu, welchen Weg ich dann schließlich einschlage. Ich weiß also nicht, wie die Geschichte genau enden wird. Die Ideen kommen mir beim Schreiben nach und nach. Nur eben die Orte, wo was dann auch immer geschehen mag, diese stehen von Anfang an fest.

Wollten Sie von Anfang an veröffentlichen?
Veröffentlichen wollte ich eigentlich zuerst nicht, es fehlte mir der Mut, doch schließlich gab ich mir sinnbildlich einen Tritt und versuchte es. Erstaunlicher Weise wollten gleich zwei Verlage mein Buch veröffentlichen. Ich entschied mich damals für den novum Verlag.


Wie betreiben Sie die Vermarktung Ihres Buches?

Die Vermarktung meines ersten Buches war äußerst schwierig, weil es in der gleichen Welt wie Harry Potter spielt. Niemand wollte es nehmen. Beim zweiten habe ich jetzt deshalb  aus finanziellen Gründen epubli gewählt und ich bin sehr zufrieden damit. Da meine finanziellen Mittel sehr gering sind um groß Werbung für mein Buch zu machen, telefoniere ich eben mit Buchläden oder meine Tochter geht für mich dort vorbei und bittet um Aufnahme meines Buches. Auch erzähle ich es allen Freunden, Verwandten und Bekannten und habe es auch schon hier auf dem Dorfplatz verkauft – mit überraschendem Erfolg. Auch frage ich eben Zeitungen an, ob sie an einem Interview Interesse haben.

Was erhalten Sie für ein Feedback?
Alle Feedbacks waren bis jetzt sehr positiv. Für die Anwohner hier in Rikon ist es natürlich sehr interessant, denn sie kennen die Orte an dem die Handlung spielt und können so alles besser nach voll ziehen.

Ist eine Fortsetzung geplant?

Oh ja, ich beginne bald damit, denn ich merke, es wird gewünscht. Den Titel habe ich auch schon. Dieser wird heißen: Die verflixte 3. Leiche – ein weiterer Fall für acht Pfoten.

Hier gibt es noch einen Artikel über Gabriela Hofer

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